Arbeitszeugnis – Wer muss beim Zeugnis die Leistung beweisen?

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Wer muss beim Zeugnis beweisen, wie gut die Leistung war oder eben auch nicht?

Hierüber wird immer wieder lange und heftig gestritten. Denn für den Arbeitnehmer geht es in der Rgel um seine berufliche Zukunft, für den Arbeitgeber um Prinzip, zumindest häufig. Zeugnis und Beurteilung sind daher immer wieder Streitpunkte zwischen Exchef und Exmitarbeiter.

Zeugnis – Was muss rein was darf nicht rein?

Hier eine aktuelle Entscheidung des Arbeitsgericht Berlin:

1. Will der Arbeitnehmer anstelle des unter Verwendung der sog. Notenskala als “befriedigend” erteilten Zeugnisses eine “gute” Gesamtbewertung erreichen, so obliegt es im Rechtsstreit dem Arbeitgeber diejenigen Tatsachen beizubringen, die dem entgegenstehen sollen.

2. Angesichts aktueller empirischer Erkenntnisse, wonach mittlerweile in 86,6 % der erteilten Arbeitszeugnisse “gute” oder bessere Leistungen bescheinigt werden, kann dem Arbeitnehmer nicht länger der Nachweis dafür auferlegt werden, er sei in die Gruppe der schwächsten 13,4 % aller Beschäftigten eingereiht worden.

Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 26.10.2012 – 28 Ca 18230/11

P1120286

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